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Vereinstreffen Ziegelstraße 01.06.2012, 19:00 Uhr
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Auf den Spuren sächsischer Automobile ...
Helfen Sie uns, ein Stück der Vergangenheit zu bewahren...
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Markranstädt
Da Markranstädt die Heimatstadt unseres Vereins ist, sind wir an deren Geschichte ebenso interessiert, wie an der Entwicklung der Stadt.
Auf dieser Seite möchten wir uns aber vor allem der Geschichte widmen, um Ihnen ein Bild dieser einzigartigen Stadt am Rande von Leipzig zu vermitteln.
Wenn wir heute von Markranstädt sprechen, beziehen wir die siebzehn Ortsteile ein, die sich seit 1994 im Zuge der Gemeindegebietsreform durch Bürgerentscheide der Stadt angeschlossen haben.
Es sind die Gemeinden Großlehna, Altranstädt, Albersdorf, Döhlen, Frankenheim, Gärnitz, Göhrenz, Kulkwitz, Lindennaundorf, Meyhen, Priesteblich, Quesitz, Räpitz, Schkeitbar, Schkölen, Seebenisch und Thronitz.
Im Jahre 1285 wurde Markranstädt das erste Mal urkundlich erwähnt, zunächst als Gerichtsstuhl. Zwei Jahre später schon als Marktort, und schließlich 1354 als Städtchen.
An der "Via Regia", der historischen Königsstraße von Lyon in Frankreich, über Frankfurt a.M., Erfurt, Leipzig und Görlitz nach Kiew,
nach der unsere Oldtimerrallye "Via Regia Classic" benannt ist, fand bis 1630 periodisch ein überregional bekannter Wollmarkt statt.
Später wurde dieser aber, durch die Wirren des 30-jährigen Krieges, nach Leipzig verlagert.
Leider blieb dies nicht die einzige Folge des Krieges, so dass sich die kleine Stadt erst Anfang des 18. Jahrhunderts von den Beschwernissen erholte.
Ab Mitte des 18. Jahrhunderts siedelten sich wieder knapp zwei Dutzend Bauern, bzw. Stadtgüter in Markranstädt an. Es folgte Kleingewerbe, wie zum Beispiel Hutmacher, Krämer, Stellmacher oder Schmieden.
Besonders wichtig für die durchreisenden Kaufleute waren die in der Stadt vorhandenen Gasthöfe "Halber Mond", "Roter Hirsch" und "Zum Rosenkranz".
Natürlich waren diese Ansiedlungen für den großen wirtschaftlichen Aufschwung zu wenig.
Dies änderte sich im Jahre 1856, als die Eisenbahnstrecke Leipzig-Großkorbetha mit Station in Markranstädt in Betrieb genommen wurde.
Bald kamen vor allem Rauchwaren-Zurichtereien in die Stadt, die durch Partnerschaften mit Pelzveredlungsbetrieben in Leipzig und anderen Städten einen guten Ruf, auch außerhalb der Stadtgrenzen, genossen.
Weitere Neugründungen folgten, so entstand zum Beispiel im Jahr 1883 eine Zuckerfabrik, 1900 Dr. Gaspary & Co., sowie im Jahre 1908 die Markranstädter Automobilfabrik.
Damit begann endlich wieder eine positive sozial-ökonomische und städtebauliche Entwicklung, die einen gewissen Wohlstand von Stadt und Bürgern zuließ.
Durch diese Entwicklungen beeinflusst nahm die Einwohnerzahl der Stadt schlagartig zu. Zählte man im Jahre 1826 noch 721 Menschen, hatte sich diese Zahl bis zum Jahr 1913 mehr als verzehnfacht.
Später folgten immer wieder Rückschläge, vor allem durch die Folgen der beiden Weltkriege, wie z.B. Inflation und Weltwirtschaftskrise.
Obwohl das Wirtschaftspotential durch Kriegseinwirkungen und Reparationszahlungen an die Siegermächte zerstört wurde, erholte sich Markranstädt langsam von den Schäden.
So entstand Anfang der 70er Jahre aus einem alten Tagebau-Restloch das Erholungsgebiet "Kulkwitzer See", das einen besonderen Gewinn für die Stadt und alle Bürger des Umlandes darstellt.
Das Gebiet, das aus 160ha Wasserfläche und 200ha Uferzone besteht, und größtenteils auf Markranstädter Flur liegt, ist ein Anziehungspunkt und Reiz vor allem für Wassersportler, Urlauber und Wanderer.
Ebenso markant wie schön ist die ev.-luth. Stadtpfarrkirche St. Laurentius. Diese spätgotische einschiffige Hallenkirche,
sowie der neu überbaute Ratsgutbereich mit dem originalgetreu wiederentstandenen historischen Gutshaus setzen ohne Zweifel die Akzente in Markranstädt.
Ebenfalls reizvoll sind der Wohn- und Geschäftsbereich "Markt-Arkaden", sowie die neue Stadthalle.
Durch die Nähe zur Großstadt Leipzig und zum Flughafen Leipzig-Halle, sowie mehreren Bundesstraßen und zur Autobahn A9,
zieht es immer wieder Industrie- und Gewerbebetriebe in die Stadt. Die Lage "im Grünen" reizt zudem die Bürger, die das Leben auf dem Land bevorzugen, ohne die Nähe zur Großstadt verlieren zu wollen.
So kommt es, dass sich Markranstädt immer größerer Beliebtheit erfreut, und auch über die Grenzen von Leipzig hinaus bekannter wird.
Der "Markranstädter Oldtimerverein e.V." versucht seinen Beitrag zu dieser Entwicklung zu leisten und möchte sich an dieser Stelle für die bisher wunderbare Zusammenarbeit mit den Stadtvätern und den ansässigen Firmen bedanken.
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